Wie viel Ibu macht Sinn?


Mehr ist nicht immer besser
Frau mit Tablette und Waserglas. Schmerztabletten sind eine einfache Lösung bei akuten Schmerzen. Doch mehr hilft nicht immer mehr.
mauritius images / Aleksandr Davydov / Alamy / Alamy Stock Photos

Eine Tablette Ibuprofen ist bereits intus und die Schmerzen sind immer noch da? Dann wird eine weitere Tablette möglicherweise auch nichts bringen. Der Grund dafür ist der sogenannte Ceiling-Effekt.

Stärkste Schmerzlinderung bereits bei 400 mg

Ceiling – das ist englisch für die Decke über unserem Kopf. Und so, wie die Decke einen Raum begrenzt, scheint auch der schmerzlindernde Effekt Grenzen zu haben. Ibuprofen scheint nämlich bereits bei einer Dosis von 400 mg seine maximale Schmerzwirkung zu entfalten – eine höhere Dosis einzunehmen, macht wahrscheinlich wenig Sinn. In einer aktuellen Studie haben Forscher*innen dazu Patient*innen mit Schmerzen nach einer Weisheitszahns-Operation untersucht.

Die Patient*innen erhielten eine Einzeldosis von entweder 400 mg, 600 mg oder 800 mg Ibuprofen, anschließend wurde die Schmerzlinderung verglichen. Dabei zeigte sich: Die 800 mg Tablette lindert den Schmerz nicht bedeutend mehr als die 400 mg Tablette. Die Forscher*innen schließen daraus, dass eine Einzeldosis Ibuprofen maximal 400 mg betragen sollte – und das bis zu 3 mal am Tag. Auf höhere Dosierungen sollte verzichtet werden, denn dadurch steige nur das Risiko von Nebenwirkungen.

Zur Entzündungshemmung braucht es höhere Dosen

Ibuprofen besetzt und blockiert im Körper bestimmte Rezeptoren, die Schmerzen vermitteln. Sind ab einer bestimmten Dosis alle Rezeptoren durch das Arzneimittel besetzt, ist die maximale Wirkung erreicht und der Ceiling-Effekt tritt ein. Weitere Moleküle eines Medikamentes finden dann keine Ansatzstelle mehr, wo sie wirken könnten. Der Ceiling-Effekt bei Ibuprofen gilt allerdings nur für die Schmerzbekämpfung. Ibuprofen wirkt auch anti-entzündlich und wird beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis verordnet. Hier können Einzeldosen von 800 mg erforderlich sein, da die anti-entzündliche Wirkung von Ibuprofen erst bei einer höheren Dosierung einsetzt.

Quellen:

News

Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang
Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang

Die Mitte macht´s

Viel hilft viel? Das gilt offenbar nicht beim Thema Schlaf. Denn nicht nur zu wenig Schlaf scheint Menschen schneller altern zu lassen. Das gleiche gilt wohl auch für zu viel Schlaf.   mehr

Hitze bedroht Gehirn und Nerven
Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.   mehr

Wie viel Schreien ist normal?
Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?   mehr

Augentropfen: 10 häufige Fehler
Eine Frau gibt Augentropfen ins Auge sein - sie versucht dabei, das Auge nicht zu berühren, um eine Verkeimung zu verhindern.

Was schief gehen kann

Ob bei einer Bindehautentzündung, Verletzungen des Auges oder einem hohen Augendruck: Augentropfen werden in vielen Fällen verordnet. Bei der Anwendung sollte man aber einige Fehlerquellen vermeiden.   mehr

Hilfe fürs Arthroseknie
Hilfe fürs Arthroseknie

Schmerzgele und -pflaster

Kniearthrose ist schmerzhaft – doch nicht immer ist der Griff zur Tablette nötig. Denn schmerzende Kniegelenke lassen sich auch von außen effektiv behandeln. Und zwar mit Schmerzpflastern und Schmerzgelen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
St. Stephanus-Apotheke
Inhaber Dr. Bernhard Funke
Telefon 040/8 30 04 04
E-Mail st.stephanus-apotheke@t-online.de