Insulinpumpe rettet Leben


Bei Diabetes pumpen statt spritzen?
Insulinpumpe rettet Leben

Drei Viertel aller Patienten mit Diabetes versterben an Herzinfarkten und anderen akuten Gefäßverschlüssen. Laut einer schwedischen Studie reduziert der Gebrauch einer Insulinpumpe das Risiko für Herz-Kreislauf-bedingte Todesfälle.

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, welche die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Entsprechend sind die Betroffenen ein Leben lang darauf angewiesen, Insulin zuzuführen. Für die Verabreichung stehen ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Bei der intensivierten Insulintherapie spritzt sich der Diabetiker ein bis zweimal täglich ein langwirksames Basalinsulin und vor jeder Mahlzeit ein kurzwirksames Insulin. Die Menge des kurzwirksamen Insulins richtet sich nach dem aktuellen Blutzuckerspiegel und den im Essen enthaltenen Broteinheiten. Eine Alternative zur Insulinspritze ist die Insulinpumpe. Sie sondert über eine Nadel im Unterhautfettgewebe kontinuierlich Insulin ab. Bei Bedarf lässt sich die freigesetzte Insulinmenge von Hand anpassen. Schwedische Wissenschaftler haben die beiden Methoden miteinander verglichen.

Schwedische Studie untersucht die Daten von über 18000 Diabetikern

Die Forscher werteten Informationen des Schwedischen Diabetes-Registers aus den Jahren 2005 bis 2012 aus. In die Studie flossen die Daten von 18.168 Diabetikern ein. 15.727 von ihnen praktizierten die intensivierte Insulintherapie, 2.441 nutzten eine Insulinpumpe. Bei der Untersuchung erwies sich die Gruppe der Insulinpumpenträger als überlegen. Von ihnen starben 45 Prozent weniger an koronarer Herzkrankheit und 42 Prozent weniger an Herzkreislauf-Erkrankungen. Insgesamt waren bei den Patienten mit Insulinpumpe 27 Prozent weniger Todesfälle zu verzeichnen.

Warum der Gebrauch einer Insulinpumpe die Zahl der Todesfälle senkt

Prof. Dr. Thomas Danne, Kinderdiabetiologe und Vorstandsvorsitzender der Deutsche Diabetes-Hilfe erklärt das Studienergebnis wie folgt: „Mittels einer Insulinpumpe lässt sich der Blutzuckerspiegel meist besser und langfristig stabiler einstellen als durch täglich mehrere einzelne Insulingaben.“ Dank der niedrigen Blutzuckerspiegel neigen Insulinpumpenbesitzer weniger zu zuckerbedingten Schäden in den Herz- und Gehirnschlagadern. Dies wiederum schützt sie vor Arteriosklerose und damit vor Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder der Koronarer Herzkrankheit.

News

Hilft die Pille gegen Liebeskummer?
Hilft die Pille gegen Liebeskummer?

Was die Werbung verspricht

Eine Pille gegen Liebeskummer – das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Angeblich ist die Wirkung sogar durch eine Studie belegt. Aber halten die Ergebnisse auch einer genaueren Prüfung stand?   mehr

Blasen vorbeugen und behandeln
Blasen vorbeugen und behandeln

Wenn der Schuh drückt

Ob nach einer langen Wanderung oder einem ausgiebigem Shoppingtrip – Blasen entstehen schnell und sind oft schmerzhaft. Das sind die besten Tipps, um Blasen vorzubeugen oder sie schnell wieder zum Abheilen zu bringen.   mehr

Mit Bewegung gegen Parkinson
Mit Bewegung gegen Parkinson

Gehen, Tanzen, Gewichte stemmen

Ohne Medikamente geht es nicht beim Morbus Parkinson. Die Erkrankten profitieren aber auch von nicht-medikamentösen Maßnahmen. So können sportliche Aktivitäten, aber auch Verfahren zum Stressabbau die Beschwerden häufig lindern.   mehr

Depressionen bei Kindern erkennen
Depressionen bei Kindern erkennen

Reizbar, weinerlich oder freudlos

Depressionen haben bei Kindern viele Gesichter: Manche werden reizbar oder ängstlich, andere bekommen Probleme in der Schule oder ziehen sich extrem zurück. Je nach Alter gibt es verschiedene Warnzeichen. Schöpft man Verdacht, sollte frühzeitig die Kinderärzt*in eingeschaltet werden.   mehr

7 Lebensretter bei allergischem Schock
7 Lebensretter bei allergischem Schock

Gefahr durch Milch oder Erdnuss?

Für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie kann ein Besuch im Schnellimbiss oder Restaurant lebensgefährlich werden. Um für einen allergischen Schock gewappnet zu sein, haben Betroffene meist einen Adrenalinpen dabei. Folgende sieben Tipps helfen, den Notfall zu beherrschen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
St. Stephanus-Apotheke
Inhaber Dr. Bernhard Funke
Telefon 040/8 30 04 04
E-Mail st.stephanus-apotheke@t-online.de